September 2009
Monthly Archive
Random rants from a would-be software developer
Monthly Archive
Posted by Florian Haas on 29 Sep 2009 | Tagged as: Rezepte
Da ich praktisch dazu gezwungen werde, folgt hier ein kleines aber feines Menü für zwei Personen:
Erster Gang: Honigmelone und luftgetrockneter Schinken
Benötigte Zutaten: eine kleine Honigmelone, ca 60 gr Schinken. Eigentlich nimmt man wegen dem Italien-Theme Parmaschinken, aber da der nicht in der gewünschten Qualität zu finden war, bin ich auf spanischen Serrano-Schinken ausgewichen.
Zubereitung: Melone halbieren und die Kerne mit einem Esslöffel entfernen. Eine Hälfte in Frischhaltefolie einwickeln und für kommende Tage in den Kühlschrank legen (alternativ: Melonenmilchshake machen). Die andere Hälfte nochmal vierteln und nach dem Entfernen der Schale einzeln in eine Scheibe Schinken wickeln. Zu zweit auf einen kleinen flachen Teller drapieren.
Variationen: Mit einem dickflüssigem Balsamico dürfte es auch sehr interessant schmecken.
Zweiter Gang: fruchtige Tomatensuppe
Zutaten: 500 gr reife Tomaten, eine Zwiebel, Oregano, Thymian, Rosmarin, Pfeffer, Salz
Zubereitung: Tomaten waschen, entstrunken (darf man das so schreiben?) und klein schneiden (vierteln bzw. achteln). Zwiebel häuten und in grobe Würfel schneiden (ich war zu faul dafür und habe einfach die Zwiebel mit einer groben Reibe bearbeitet). Zwiebel und Tomaten in einen Topf zusammen mit Oregano, Thymian und Rosmarin geben und 45-60 Minuten auf niedriger Stufe köcheln lassen; dabei den Deckel drauf lassen. Danach den Topfinhalt passieren. Gut ausgestattete Haushalte benutzen dabei eine flotte Lotte; ich habe ein Metallsieb, einen Esslöffel und zehn Minuten meiner Lebenszeit dafür benutzt. Mit Pfeffer und Salz abschmecken und ein paar Minuten im offenem Topf eindicken lassen. In einer Suppenschüssel mit einem Klecks Sahne oder Crème fraîche servieren.
Variationen: Das Süppchen kann hervorragend als Basis für diverse Einlagen herhalten. Griesklößchen, feine Bohnen beziehungsweise generell Gemüse sollte passen.
Dritter Gang: Spinat-Tagliatelle in Champignonsauce
Zutaten: Tagliatelle, 250 gr Champignons, ein Becher Sahne, ein wenig saure Sahne, ein Tl. Schmand, Salz, Muskatnuss, Pfeffer
Zubereitung: Champignons waschen und klein schneiden. Mit ein wenig Öl und ordentlich Salz anbraten. Mit der Sahne ablöschen und einmal aufkochen lassen. Dann mit saurer Sahne, Schmand und Pfeffer/Salz/Muskatnuss abschmecken. Tagliatelle (diesmal habe ich Spinat-Tagliatelle genommen, aber das kann man eigentlich mit jeder Nudelart machen. Ich bevorzuge Nudeln “mit Geschmack” und hätte prinzipiell Safran-Tagliatelle dafür gewollt.) normal zubereiten. Auf einem großem flachem Teller in der Mitte ein Tagliatellenest bauen und dort mit einer Kelle Sauce und Champignonstückchen plazieren. Als Dekor eignen sich kleine Champignonscheiben und grob gemahlener Pfeffer.
Variationen: Der Geschmack der Sauce ist massiv von der Qualität der Pilze abhängig; wenn die Pilze keinen starken Eigengeschmack haben muss man stark mit irgendwas (am besten Kräuter) nachwürzen. Wenn man es exotisch mag kann man die Sahne durch Kokosmilch ersetzen.
Vierter Gang: Stratiatellacrème
Ok, hier habe ich gecheatet.
Posted by Florian Haas on 22 Sep 2009 | Tagged as:
Auch in diesem Urlaub hat sich der Familienspruch “Bei uns ist es nie langweilig!” bewahrheitet: Statt wie erwartet beim jährlich wiederkommendem Augenarztbesuch gesagt zu bekommen, dass ich eine neue Brille brauche, fing der Arzt an, mir komische Fragen zu stellen. Ob ich generell erhöhten Augeninnendruck hätte. Ob in der Familie Augenkrankheiten vorkommen…
Es stellte sich raus, dass er in meinen Augen Glaukome entdeckt hatte. Glaukome (auch grüner Star genannt) sind die häufigste Erblindungsursache in den Industrienationen…
Der Arzt meinte aber, dass noch kein Grund für Sofortmaßnahmen bestände und er mich in sechs bis zwölf Monaten nochmal untersuchen wollen würde, um eventuelle Veränderungen zu notieren. Sollte sich an meinen Augen nichts ändern wären meine Augen halt so wie sie sind und es bestünde keine Gefahr für mein Augenlicht.
Zur Sicherheit wollte er die Unterlagen von meinem vorherigen Augenarzt anfordern, um langfristige Veränderungen bemerken zu können.
So weit, so unschön. Am nächstem Tag habe ich eine Nachricht auf meiner Mobilbox bemerkt, die ca. 30 Minuten, nachdem ich dem aktuellen Augenarzt die Nummer vom alten Augenarzt gegeben hatte, angekommen war: “Praxis Dr. X, wir haben die Unterlagen von ihrem vorherigem Arzt erhalten und würden gerne kurzfristig 5 Untersuchungstermine an einem Tag haben. Rufen Sie uns bitte schnell zurück”. Natürlich habe ich die Nachricht erst Freitag nach Ende der Sprechstunde bemerkt…
Das Wochenende über habe ich mehr schlecht als recht geschlafen, wie man sich denken kann. Montag 08:00 habe ich dann in der Praxis angerufen. Es stellte sich herraus, dass mein vorheriger Arzt explizit auf Glaukome geachtet hatte und nichts feststellen konnte -> die aktuellen Glaukome sind in den letzten zwei Jahren entstanden.
Ich habe dann für Dienstag (heute) vier Termine für Augeninnendruckmessungen bekommen und zusätzlich eine Gesichtsfeldanalyse und eine laserbasierte Ausmessung meines Sehnervs. Letzteres wird übrigens nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, obwohl es die Diagnosezeit massiv verkürzt.
Ich habe heute also vier Mal ätzende Salzsäure (der Arzt behauptet, es wäre ein Betäubungsmittel, aber ich glaube ihm nicht!) in die Augen bekommen, um anschließend mit einem Messgerät in beide Augen gestoßen zu werden. Scheißtag!
Am Ende des Tages habe ich dann die Diagnose bekommen: Meine Augen hätten ein massives Problem und ich müsste mein Leben lang Medikamente nehmen wenn die laserbasierte Ausmessung nicht gewesen wäre. Die hat nämlich gezeigt, dass der Kanal für meinen Sehnerv mehr als doppelt so groß ist wie bei normalen Menschen und somit alles in bester Ordnung ist. Ich soll jetzt blos regelmäßig zur Kontrolle kommen um ganz sicher zu sein, dass da nichts ist.
Immerhin der Zahnarzt wollte nicht bohren…
Posted by Florian Haas on 05 Sep 2009 | Tagged as:
Ich stehe eigentlich mit Behörden auf dem Kriegsfuß. Veraltet, unflexibel und ineffektiv sind meine Assoziationen beim Wort “Amt”. Deswegen bin ich extrem überrascht gewesen, als mein Schatz Kathrin mir einen Link auf den Onlineantrag für Briefwahl geschickt hat. 6 Eingaben später ist mein Antrag abgeschickt. Hätte nicht gedacht, dass die Projekte rund um die moderne Verwaltung so weit fortgeschritten sind…